Der Taubeschwarz ist eine alte Rotweinsorte des Tauber- und Vorbachtals. Er entstand aus einem namenlosen Rotwein, der um 1559/60 unter dem Grafen Wolfgang von Hohenlohe in Weikersheim und Umgebung angepflanzt wurde. Mit dem Rückgang des Weinbaus im Taubertal und im Vorbachtal verschwand die Rebsorte im 20. Jahrhundert fast vollständig. Ende der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts gab es nur noch in einem einzigen Weinberg des Taubertals einen Bestand von rund 400 Weinstöcken.

Zu Beginn der 1960er-Jahre wurde in Weinsberg in der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau versucht, die Sorte durch züchterische Bearbeitung wieder zu beleben.  Seit Oktober 1996 ist die Rebsorte  für den Main-Tauber-Kreis und zwei Gemeinden des Hohenlohekreis zugelassen. Nur dort ist der Tauberschwarz zu erhalten, und so ist er heute eine einzigartige Wein-Preziose, die inzwischen von einigen wenigen Winzerbetrieben wieder gepflegt und vinifiziert wird.

Die Tauberschwarz bringt leichte, fruchtige Rotweine von granatroter Farbe hervor. Als „regionaltypische Rebsorte“ ist der Tauberschwarz von der Organisation Slow Food in die Arche des Geschmacks aufgenommen worden.