Auf in den Frühling: Wer sich auf einer erlebnisreichen Wanderung gleichzeitig über die Römer in Süddeutschland informieren möchte, ist in Mainhardt genau richtig. Von Station zu Station reist man durch die Jahrhunderte und genießt dabei die idyllische Landschaft des Mainhardter Waldes.

Auf 28 km Länge – zwischen dem hervorragend rekonstruierten Turm mit Palisade und Wall auf dem Heidenbuckel im Großerlacher Teilort Grab und der Stadt Öhringen – wird römische Geschichte mit Bezug vor Ort auch für den Laien einfach erfassbar vermittelt. 18 großformatige Text/Bildtafeln erklären die Zeit der römischen Besatzung (Soldatenleben, Bauten, Siedlungen, Bau und Fall des Limes etc.). Archäologische Zeugnisse vor Ort wie z.B. der deutlich erkennbare Limesgraben, das ehemalige Kastell an der Schule in Mainhardt oder die Reste von Wachttürmen, werden dem Wanderer mit neuesten Erkenntnissen der Forschung erklärt.

Tipp: Limes-Souvenir gefällig? Kulinarisch begleitet wird der Limes in attraktiven Geschenkpackungen und Produkten aus der Genießerregion Hohenlohe Welterbe in der Geschenkkiste eben. Die regionale Limes-Geschenkkiste wird von zwei pfiffigen Frauen hergestellt: Sigrid Fleisch verarbeitet selbst gesammelte Früchte und Blüten aus der Region um Buchhorn. Holunderbüsche und Erdbeeren wachsen in direkter LIMES-Umgebung. Ihr Sirup, „G’sälz“ und LIMES Biergelee sind auf den Naturparkmärkten begehrte Produkte. Doris Köhler ist seit 2006 als LIMES-Cicerone am Welterbe Obergermanisch-Raetischer Limes tätig. Sie engagiert sich in der Agenda-Gruppe LIMES, in der sieben Anrainergemeinden und -städte sich zusammengeschlossen haben. Sie vermittelt die historischen Themen im heutigen Bewußtsein. Zusammen sind sie „Limes 3.0“ und arbeiten im hohenlohischen  Öhringen.

Noch ein Tipp: In und um Mainhardt haben nicht nur die Römer ihre Spuren hinterlassen. Im Mainhardter Ortsteil Gailsbach kann mit der Sammlung Pahl eine moderne Kunstsammlung mit Arbeiten des Malers Manfred Pahl aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert besucht werden. Das auffallende Gebäude, in dem die Sammlung untergebracht ist, wurde von dem Maler selbst erbaut und ist sicher ein Ort, den man in der ländlichen Idylle zunächst nicht erwarten würde. Manfred Pahl gehörte in den Umkreis des Malers Adolf Hölzel (1853 – 1934), bei dem er als Meisterschüler lernte. Die Sammlung ist von 1. Mai – 1. Oktober geöffnet.

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