Dem Charme des ehemaligen Zisterzienserklosters aus dem 12. Jahrhundert dürfte sich kaum jemand entziehen können: Allein schon die Lage in der Stille des Taubertals macht das bauliche Ensemble zu einem magischen Ort. Dabei ist das Kloster ein höchst lebendiger Ort des kulturellen Lebens: als Veranstaltungszentrum hochklassiger Musikveranstaltungen und Ausstellungen.

Wie alle Klostergründungen hat auch das Bronnbacher Zisterzienserkloster seine Geschichte(n):  Der heilige Bernhard von Clairvaux zeigte während seines Aufenthalts in Wertheim auf seiner Pilgerreise eines Tages nach einer Wildnis des Taubertals und sprach: „Auch dort wird ein Kloster meines Ordens gegründet werden.“ Noch zu seinen Lebzeiten ging diese Weissagung des berühmten Abtes in Erfüllung, denn einige fränkische Edelleute hatten beschlossen, ein Zisterzienserkloster zu stiften. Als sie hierfür im stillen Taubertal einen geeigneten Platz suchten, erhoben sich plötzlich aus jener Gegend drei weiße Lerchen, ihr Morgenlied zwitschernd. Die Stifter erblickten hierin einen Fingerzeig Gottes und bauten an der bezeichneten Stelle die Abtei Bronnbach. In das Wappen derselben wurde eine der Lerchen aufgenommen. Sie ruht auf den Händen des Jesuskindes, das auf dem Schoß seiner Mutter sitzt.