Aus historischen Kunsthandwerktechniken entsteht ganz Besonderes, unsere Künstlerinnen und Künstler, Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker aus  Heilbronn-Franken machen es vor: „Upcycling“ heißt der Trend, wenn aus gebrauchten Alltagsgegenständen kunsthandwerklich anspruchsvolle, originelle, neue Dinge entstehen: zum Schmücken, Dekorieren, Anziehen, Tragen, Bewohnen, Gebrauchen.

Das „Gummiding“ in Schwäbisch Hall steht für freche und quietschbunte Unikate. In dieser Manufaktur stellen Christina Braun und Jörg Pfisterer ihre Taschen aus alten Gummitüchern und Autogurten her. Zusätzlich sind die beiden mit anderen Upcycling-Kunsthandwerkern vernetzt, deren Kunstobjekte über die Manufaktur erhältlich sind. Spaß an Designer-Möbeln aus Paletten, Kerzenhaltern aus Zahnrädern, Uhren aus Büchern oder Klamotten aus Tischdecken? Wer sich diese nachhaltigen Kunst(hand)werke einmal anschauen möchte, ist in Schwäbisch Hall genau richtig.

Auch im Taubertal ist Upcycling ein Thema – vor allem für den Igersheimer Künstler Johann Popow. Unter dem Pseudonym Rawcopiednature schafft er mit Hilfe eines Industrieföns aus alten CDs, DVDs und Silber originelle Schmuckstücke.

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Windlichter von SmArtIndo

Upcycling-Möbel im Trend: in Hohenlohe und auch in Heilbronn. In Waldenburg werden bei APUS  Hölzer aus chinesischen Abbruchhäusern weiterverwendet und hieraus Möbel gefertigt – gemäß dem Motto „Living Designed by Nature“. Im Heilbronner Unternehmen SmArtIndo Wohnkultur werden ebenfalls Upcycling-Möbel und Wohnaccessoires angeboten – beispielsweise Truhen aus ehemaligen Fischerbooten oder Windlichter aus alten indonesischen Blechdosen.

Mehrmals im Jahr findet im nördlichen Baden-Württemberg mit „Unikat sucht Liebhaber“ ein Markt für hochwertiges Kunsthandwerk statt – beispielsweise in Weikersheim oder im Kloster Bronnbach bei Wertheim. Auch hier bieten immer wieder Upcycling-Kunsthandwerker ihre Produkte an. Ein Beispiel hierfür sind die Künstlerinnen Christine Rozina und Mitzi Mog. Christine Rozina ist nicht nur Malerin und Bildhauerin sondern stellt zusätzlich außergewöhnliche Schmuckstücke aus alten Büchern und Papieren her. Die Bestseller-Autorin Mitzi Mog kreiert ebenfalls Schmuck, ihr Werkstoff ist meist altes Silberbesteck. Hierfür verwendet sie Besteck aus mindestens 800er Silber, da nur so ernsthafte Erkrankungen durch beigemischtes Nickel verhindert werden können.

Wenn Sie jetzt selbst Ihre Upcycling-Künste austesten wollen – wie wäre es mit einem Kurs in Schwäbisch Hall? Hier haben Sie die Chance sich Upcycling-Techniken rund um den Werkstoff Filz zeigen zu lassen. Zusätzlich gibt es im Internet viele Blogs mit Tipps, Anregungen und Anleitungen.

Für alle, die sich jetzt einen kompletten Upcycling-Urlaub vorstellen können, gibt es in Markelsheim die perfekte Unterkunft. Hier haben zwei übergroße Weinfässer eine neue Verwendung gefunden und stehen interessierten Gästen – mitten in den Weinbergen – als Quartier zur Verfügung.


Wir bedanken uns herzlich für das Bildmaterial bei:

  • Titelbild: Halskette mit „literarischen Blüten“ aus alten Buchseiten – Christine Rozina (eternal paper)
  • Bild 1: Windlichter – SmArtIndo
  • Bild 2: Besteckschmuck – Mitzi Mog
  • Bild 3: CD-Blume – Johann Popow
  • Bild 4: Ringe aus Papier – Christine Rozina (eternal paper)