Was ist „koscher“? – Woher stammen die Begriffe „Kaff“ oder „Stuss“? –

Diese und noch viele andere Fragen bekommen Sie bei einem Besuch des kleinen, aber feinen Rabbinatsmuseums in Braunsbach beantwortet. So mancher Besucher wird staunen, was es hier zu lesen, zu sehen und zu hören gibt. Im ehemaligen Rabbinatsgebäude wird die wechselhafte Geschichte der jüdischen Gemeinde Braunsbach dargestellt. Man erfährt Interessantes und Wissenswertes über den Rabbinatsbezirk, die jüdische Religion und das Miteinander bzw. Gegeneinander von Juden und Christen während rund 350 Jahren.

Zudem wird gezeigt, welche Begegnungen es mit den Nachfahren der ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger nach dem Ende des 2. Weltkriegs gegeben hat und immer noch gibt. Die Leiterin des Museums, Elisabeth M. Quirbach, begeistert ihre Gäste mit historischen Dokumenten, Aussagen und Erzählungen von Zeitzeugen und mit interessanten Informationen sowie Geschichten rund um das Judentum. Mit Hilfe von modernen Medien können junge und ältere Besucher Wissenswertes erfahren. Ferner wird die jiddische Sprache und ihr Einfluss auf unseren heutigen Sprachgebrauch gezeigt.

Das Museum ist von April bis Oktober jeden zweiten und vierten Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Abweichende Öffnungszeiten und Führungen können unter rabbinatsmuseum@braunsbach.de oder Tel. 07906-8512 vereinbart werden. Je nach besonderem Interesse der Gruppe werden Themenführungen durch das Museum, über den jüdischen Friedhof oder auf jüdischen Spuren durch Braunsbach angeboten – mit oder ohne „Koscheres Buffet“. Frau Quirbach ist darüber hinaus bei der Spurensuche der Vorfahren behilflich.

Informationen zum Rabbinatsmuseum und seinen Sonderveranstaltungen:  www.rabbinatsmuseum-braunsbach.de.

Neben dem Rabbinatsmuseum gibt es in der Region eine Vielzahl weiterer Museen und jüdische Gedenkstätten, z.B. Friedhöfe oder (ehemalige) Synagogen. Im Hohenloher Freilandmuseum befindet sich z.B. der Käshof, ein Gebäude aus dem Jahr 1585 und später Zufluchtstätte für Verfolgte des NS-Regimes. Die dramatische Geschichte, die sich dort abspielte, wird in einer audio-visuellen Präsentation erzählt. Sehenswert ist unter anderem auch das Jüdische Museum in Creglingen sowie die Gedenkstätte „Weiße Rose“ in Forchtenberg.