Im Wehrturm übernachten, vom Kirchturm in die Ferne blicken, pittoreske Romantik von oben genießen. Zuvor treppauf: geschichtsträchtige Stiegen machen fit. Und müde.

Zwischen Wertheim und Rothenburg bietet Creglingen Höhenluft-Nächte: Übernachtung im Turm. Gespenster wurden bislang nicht gesichtet.

Ihr halbes Leben verbrachte Margarete Böttiger im Turm – ganz freiwillig: Ihr 1927 erworbenes Eigenheim bewohnte die sparsame Creglinger Dienstmagd über sechs Jahrzehnte. Turm und Gelderbe vermachte sie der Heimatstadt. Bedingung: Originale Erhaltung der Einrichtung und Erschließung als Lebens-Museum. Höchstens sechs Personen gleichzeitig sind zur Besichtigung des Häuschens am Stiel zugelassen.

Im benachbarten Wildentierbach bei Niederstetten hat der Turm-Dorfarrest überm Wehrkirch-Friedhof auch ohne Erbvertrag die Zeiten original überdauert: Das originelle Mini-Museum verspricht leichten Grusel.

Die Erbauer von Burg Wertheim trieben’s auf die Spitze: Sie fordern Himmelsstürmer vom Achteck- bis zum Zehnringturm heraus und bieten Stufen über Stufen auch im Holder-, Johannes- und im Weißen Turm.

Rothenburgs Stadttürme machen es leichter: Die Stadtmauer verbindet sie auf halber Höhe. Beste Fernsicht bietet hier der Rathausturm – Rundumausblick aufs Mittelalter – nach 220 Stufen Fitnesstraining.

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