Hölderlin, Mörike, Goethe und Kleist, haben das Land besungen, Erasmus Widman und Tilman Riemenschneider gestalteten hier große Werke, Carl Wolfgang von Hohenlohe experimentierte in seinem Weikersheimer Alchemielabor: Bei uns sind Kreative und Erfindungsreiche seit jeher hoch willkommen.

Hier sind wir zu Hause – zwischen Rhein-Neckar-Raum und der Region Würzburg, zwischen Stuttgart und Ostwürttemberg, mittlerem Oberrhein und West-Mittel-Franken. Übersicht gewünscht? Voilà: Heilbronn Stadt- und Land, der Hohenlohekreis, der Landkreis Schwäbisch Hall und der Main-Tauber-Kreis sind unser Heimatfeld. Kocher, Jagst, Main, Neckar, Tauber und reichlich Kurbrunnen sind die Lebenswässer der Region. Die Lebensadern sind drei Autobahnen: A6, A7 und A 81, die beiden letztgenannten erschließen über die A3 via Frankfurt und Nürnberg den Nordwesten und den Südosten Deutschlands. Im Norden ist der Main die Grenze, gen Süden lassen wir uns weder vom Kocherlauf noch der A 6 in Grenzen weisen. Nicht mehr dazu gehören östlich Rothenburg, Ellwangen, Dinkelsbühl – wiewohl wir uns auch diesen fränkischen Verwandten sehr eng verbunden fühlen.

Taubertal, Hohenlohe, Heilbronner Land und Schwäbisch Hall

Steinriegel prägen den Tauberoberlauf bizarr. Und hilfreich: Die Lesesteine – viel Steine gab’s, doch wenig Brot! – sorgten für perfektes Mikroklima in der Kulturnatur.

Hohenlohe, das Land der Burgen und Schlösser, ist Heimat des berühmten Götz von Berlichingen. Alljährlich poltert der fränkische Reichsritter auf der Götzenburg in Jagsthausen. Stur war er, wie das Götz-Zitat belegt. Die heutigen Bewohner des Landstrichs sind sanfter: liebenswürdige Schlitzohren, die eig’ne Wege gehen – auch kulinarisch.

Geschützt im Neckar-Becken liegt das Heilbronner Unterland: Das Käthchen hat schon Kleist verzaubert. Hier wächst der Wein, hier boomt die Wirtschaft, ohne die Anmut der Natur zu sehr zu stören.

Salzige Würze zum gemeinsam angerichteten Vier-Gänge-Menü „Heilbronn-Franken“ steuert Schwäbisch Hall samt Umland bei: Salzsiederfest und Reichsstadtcharme, Freilichtspieltreppe und Shakespeare-Theater.

Beliebt, begehrt, schon früh besiedelt

Gen Westen zählt der Zabergäu mit Cleebronn und Lauffen noch mit zu uns: Wie schön! Dort wachsen Wein und Kunst und Heiterkeit – ein  Jungbrunnen par excellence, auch jenseits der Altweibermühle von Tripsdrill, in der, wie’s heißt, die Alten jung gerüttelt werden. Selbst hier, im Talland Heilbronn-Frankens, geht’s hoch hinaus – zum Beispiel auf dem „Mammut“, Süddeutschlands erster Holzachterbahn, oder auf dem Michaelsberg. Hoch droben, immerhin auf knapp 400 Höhenmetern angesiedelt, hockt ein Kirchlein. Auf der höchsten Erhebung des Heilbronner Lands fühlten sich schon vor über 1200 Jahren frühe Christen ihrem Herrgott nah.

Das milde Klima des Neckarbeckens verlockte schon Steinzeit-Menschen zum Verweilen, und sie entdeckten schnell, dass sich’s bei uns bis hoch zum Tauber-Oberlauf gut leben lässt.

Die Ordensleute wussten auch schon immer, wo’s schön ist, und richteten sich häuslich ein in unserer Region. Gleiches gilt für den Adel: Das Dreieck zwischen Zaberfeld, Freudenberg und Fichtenau ist mit den Reichsstädten Hall und Heilbronn Franken- Staufer-, Adels- und Klösterland.

Was schön ist, weckt Begehrlichkeiten: Ob Fürst, ob Ritterorden, Bischof oder der Franzos’: sie alle hatten was zu sagen, eroberten, vererbten, erheirateten und verkauften Land, Leute, ganze Städte und machten nicht einmal vor Glaubenszugehörigkeiten halt.

Ererbtes Gut: Wir teilen’s gern

Dem kleinen Mann ist’s seinerzeit oft hart geworden unter den vielen Herren. Und heute? Heut’ freuen wir uns über die reiche kulturelle Hinterlassenschaft, die blieb – und öffnen unseren Gästen gern die Tore zu Weingut, Klosterhof, zur „guten Stube“ zwischen  Fachwerkbauten. Schlossgärten locken, Aussichtstürme. Höfisch, dörflich, bürgerlich: In Salon und Stube wird alte Zeit lebendig, bei Festen zeigt sich die Tradition ganz quietschfidel.

Vor diesem Hintergrund gestalten Kultur und Wirtschaft Zukunft: Junge Musiker und Komponisten aus aller Welt leben in Weikersheim den Grundstein zur internationalen Karriere, das unternehmerische Klima in der Region lässt Weltmarktführer und Innovation gedeihen.

Tauchen Sie ein – mit allen Sinnen. Im Kanu, hoch zu Ross, auf Schusters Rappen und per Rad durch die Natur zu kulturellen Höhepunkten. Genießen Sie – und lassen Sie die Alltags-Siebenmeilenstiefel ruhig zu Hause. Heilbronn-Franken lädt ein zur anregenden Auszeit, zur Vitalkur für Leib, Geist und Seele.

(Karte: Regionalverband Heilbronn-Franken)