Das (Kunst-)Handwerk ist seit jeher ein Kulturträger, und Handwerkstechniken wie die des Salzsiedens, der Glasherstellung oder der Steinbearbeitung haben eine lange und wichtige Tradition in Heilbronn-Franken. Einige Techniken erleben derzeit eine Wiederbelebung und können zusätzlich in diversen Kreativkursen erlernt werden.

Einen guten Überblick über viele der traditionellen Kultur- und Handwerkstechniken gibt es in der Stadtmühle Sindringen in Forchtenberg oder im Igersheimer Heimatmuseum. Hier wird neben wechselnden Sonderausstellungen zu Handwerkstechniken eine echte Rarität ausgestellt – eine antike Schusterwerkstatt. Im Hohenloher Freilandmuseum in Schwäbisch Hall – Wackershofen ist die Reise in die Vergangenheit sogar noch lebendiger. Im Museumsdorf finden täglich Vorführungen statt, die beispielsweise die Kunstfertigkeit der Korbflechter  zeigen oder in den Arbeitsalltag der Weißnäherinnen entführen. Einem Meister bei der Arbeit zuschauen ist auch im Weygang Museum in Öhringen möglich. Zinngießermeister Gerhard Weiss zeigt hier in einer der ältesten noch produzierenden Zinngießereien Deutschlands seine Kunst.

Sie wollen lieber selbst handwerklich aktiv werden? Wie wäre es mit einem Schmiedekurs in der über 450 Jahre alten Löchnerschen Schmiede im hohenlohischen  Langenburg oder alternativ einem Kurs in der traditionellen Kunst des Seifesiedens? Diese werden regelmäßig angeboten, beispielsweise in der Volkshochschule Wallhausen oder der Volkshochschule Unterland in Heilbronn. Es soll noch einen Tick exklusiver sein? Handgemachte biologische Naturseifen können Sie in  der Naturseifen-Manufaktur Rosenrot in Flein nicht nur kaufen – sondern in den Workshops auch selbst herstellen.

Wenn es nicht gleich ein Kurs sein soll, sondern Sie einfach einmal etwas Neues ausprobieren möchten, sind Sie im Taubertal richtig. In Wertheim können Sie im Glasmuseum Ihre Kunstfertigkeit – und Ihr Lungenvolumen – erproben und unter Anleitung eigene Glaskugeln, Glasobjekte  und selbst Trinkgläser blasen.

(Bildnachweis: Wir danken Martina Schlemminger von der kleinen verroterie – unikum glasperlen für das wundervolle Titelbild.)